Donnerstag, 28. Juni 2007

kreativ geworden

Ich habe es geschafft und sogar pünklich habe ich in Raum E 115 ein Kreativobjekt zu meinem Diplomarbeitsthema installiert. Schade, dass ihr das virtuell nicht sehen und ausprobieren könnt. Es ist sogar was zum Essen da!
Wenn ich am Montag eines habe, stelle ich euch hier ein paar Fotos zum angucken hin.

Sommeranfang

war das nicht letzte Woche gerade?
und heute?
mal Regen und mal Sonnenschein, bald schneit es hier zum Fenster rein.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Messerstechereien

Ein ruhiger Sonntag Abend, dann ein Schrei, vier streitenden halbstarke Jungs und schon ist die ganze Straßenkreuzung überfüllt mit lauter türkisch diskutierenden Frauen und Männern. Dabei reden alle mit allen - also Männer mit Männern und Frauen mit Frauen - stark gestikulierend, aber keiner verrät der Polizei irgendetwas.
Der Junge, der sich in die Bäckerei geflüchtet hatte, lässt sich von den Sanitätern der Feuerwehr nicht behandeln und natürlich sind die eigentlichen Täter längst verschwunden, wobei sie auch keiner kennen will. Eine Anzeige gibt es letztendlich wohl auch nicht, sondern der Bedrängte trägt nun einfach auch ein Messer mit sich herum. Auch so kann man Streitereien regeln, aber viel deutlicher wird an solchen Szenen, wie krass der kulturelle Dissenz ist.
Ich verstand nichts von all den hektischen Diskussionen, aber was ich gelernt habe: der Satz: "Frauen und Kinder haben Angst" weist halbstarke Türken zurück und es gibt diese markierenden Jungs, die sich als Anwälte angeblicher heimatlicher Wertetraditionen verstehen auch hier, wie sonst überall in Berlin und sie greifen tendenziell schneller zu drastischeren Gewaltmitteln, wenn sie etwas als Unrecht deuten. Wenn die "Familie" da ist, weist sie aber ihre Halbstarken ganz gut selbst in die Schranken. (Komisch nur, dass alle die Grausamkeit empfinden, eine Anzeige aber nicht in Frage kommt.) Der Zusammenhalt der "türkischen Community" ist extrem stark. Das hatte ich was geahnt, aber stärker hatte ich ihn noch nicht so direkt erlebt.

Dienstag, 26. Juni 2007

blinde Ratte

Heute Nacht (naja, so gegen 22:30 Uhr) musste ich nochmal raus in den Sturm. Ich bekam einen Anruf, der mich aus dem Schlummer weckte und mich bat, dass ich kommen und die Kirche zuschließen sollte. Irgendwie war da mit der Schlüsselübergabe was schief gegangen und meine Nummer stand auf der Adressenliste der Konfirmandengruppe, die in der Küsterei lag. Es war recht stürmisch draußen, als ich mich also mittels Fahrrad zur Kirche bewegt. Da quitschte es doch tatsächlich auf der Straße, als ich da in Kreuzberg um die Ecke gebogen war. Ein kurzer Blick nach unten – ich war wohl einer Ratte über den Schwanz gefahren, die gerade gegen den Bordstein gerannt war. Sie kringelte sich ein bissche, aber bis ich das alles realisiert hatte, war ich schon längst weiter gefahren. Was hätte ich auch tun können? Ich hatte ja kein Pflaster dabei und auch keine Beteubungsspritze.
Nachdem dann alle Lichtschalter gefunden waren konnte ich in der Kirche auch die zwei braven Bassisten entlassen, die so pflichtbewusst auf jemanden zum abschließen gewartet hatten.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Belegschaftswechsel

Ja, es verändert sich viel. Wir bekomme quasi übermorgen eine neue Mitbewohnerin. Also zum 1. Juli zieht wieder eine mit "S" ein :-) Wir sind schon ganz gespannt, aber es wird wohl so nach und nach werden, dass sich dann auch mal wieder "Alltag" einstellt. Auf jeden Fall freue ich mich erstmal, dass es so schnell und nett geklappt hat. :-)

Mittwoch, 20. Juni 2007

zwei

Die zweite der mündlichen Diplomprüfungen ist ebenfalls gut bestanden, wenn es so in dem Rythmus weiter geht, wäre die Diplomverteidigung bei eins :-) Aber bis dahin (2. Juli 9:00 Uhr) ist erstmal noch ein wenig Zeit. Vorher muss ich erst noch eine Gestaltaufgabe überlegen und ausführen.

Dienstag, 19. Juni 2007

Countdown bei drei

Noch drei große Aufgaben bis zum Diplomzeugnis :-)
Die erste der mündlichen Abschlussprüfungen ist bestanden.

Montag, 18. Juni 2007

alle Daumen drücken

Ich werde morgen und übermorgen jeweils am Nachmittag (Di 15 Uhr und Mi 16 Uhr) zwei Studiumsabschlussprüfungen zu bestehen haben. Wenn ihr es also irgendwie einrichten könnt, wäre es toll, wenn ich mir alle Daumen drückt die ihr habt, damit ich dann auch am 2. Juli um 9:00 Uhr (als Erste im Kurs) meine Diplomarbeit verteidigen darf.

Samstag, 16. Juni 2007

es hat sich gelohnt

Als ich das Ergebnis der Diplomarbet erfuhr, machte ich innerlich einen riesigen Luftsprung. Die Zeit, in der ich mich durch die Texte gequält habe, hat sich gelont. Ebenso wohl auch die schlafsparende Endphase. :-)
Danke an alle, die mich dabei unterstützt und ertragen haben!

Mittwoch, 13. Juni 2007

uuuuuuuuuhhhhiiiiii! (Sommerschrei)

Wenn ich morgen will und "Ja" sage, darf ich ab September arbeiten.
Ich war heute wohl überzeugend beim Bewerbungsgespräch. :-)
Ihr werdet mehr lesen…

Sonntag, 10. Juni 2007

Der Tag an dem ein Kaugummi zur Rutschbahn wurde

Es war sehr heiß heute in Berlin. Sieben Stunden Orchesterprobe sind bei dem Wetter nicht nur produktiv, weil die Konzentration nicht so lange anhalten kann.

Auf dem Weg zur Probe bin ich heute fast aus dem Flipflop gekippt, als der plötzlich am Boden klebte. Aber ich lief weiter - nur halb anwesend wegen der Hitze - und wunderte mich drei Schritte, warum das so schwer geht. Als ich mich umdrehte und unter meinen Schuh sah, war mir klar, dass ein ausgespuckter Kaugummi durch meinen Schritt auf denselben zu einer schmierig-klebrigen Schmierspur geworden war. Na sowas.

Tagen im U-Bahnhof

Etwas träge wartete ich auf die U-Bahn und lauschte dem leisen Rauschen des Samstag Morgen in der Stadt, als mich ein Geräusch aufmerksam werden ließ - ein leichtes, weiches Kratzen.

Ich hatte richtig gehört.
So ein kleiner Junge (12 Jahre vielleicht) hatte seine Sporttasche auf den Bahnsteig gestellt gehabt und war hinter einer Säule verschwunden. Ich überlegte eine Weile, ob ich das Kratzen richtig gedeutet hatte, ging möglichst unauffällig auf die andere Seite, um einen Blick in die Richtung zu werfen. Ich hatte mich nicht verhört, dass bestätigte mir die Reaktion des Jungen.

Als ich auf ihn zuging und ein "Hallo" sagte, schaute er nur verwundert. Meine Frage: "Hab ich das richtig gehört, dass du hier gerade die Wand beschrieben hast?" - ein Schlucken - "Ein bisschen ertappt fühlst du dich aber schon, oder." - ausweichendes Schulternzucken - "Das finde ich ja schon krass, … so einfach mal ein "Tag" an die Wand packen. (mein unverständiges Kopfschütteln)" - hm zaghafte Zustimmung - "Und wer macht das weg?" - kleinlaute gemurmelte Antwortversuche (die Arbeiter… wenn es überhaupt ab geht…) - "Man, nimm dir doch zu Hause Papier oder Pappe und male da."
[Ich wollte ihm ja nicht so schnell sagen, dass so ein Spezialedding auch Spezialteure gegenmittel hat.]

- die S-Bahn fuhr ein und ich musste schnell zu meinem Fahrrad -

So richtig kann ich meine Enttäuschung, Wut und Zurückhaltung nicht in Worte fassen. Aber krass fand ich diese Begegnung schon. Und kein anderer hat es gemerkt. Wie gesagt, Sa früh so gegen halb zehn, mitten in Berlin.

Ich hätte ja gern noch aufgezählt, was passiert, wenn er erwischt wird. Bzw. was ich hätte auslösen können. Aber ruiniert man damit dem Kind nicht die Zukunft ein bisschen, wenn man ihn beim ersten Mal gleich anzeigt? Kann er nicht selber noch drüber nachdenken?
Wie macht man Konsequenzen, die subjektiv nicht da sind deutlich???

Wie spricht man so einen Knirps an? Was wäre angemessen, dass er 'ne Verwarnung fürs Leben hat?
Ich wünsche mir Tipps, Gedanken, Ideen…

Freitag, 8. Juni 2007

Lebendig und kräftig und schärfer

In Köln ist Kirchentag und ich bin zum ersten Mal seit 1995 nicht dabei. Das ist schon sehr ungewohnt. Nun bekomme ich aber wenigstens mal mit, wie bei meinen Lieblingsradiosendern das Treiben dort so reflektiert wird. :-)
Wer den Kirchentagstitelsong – von den Wise Guys – hören will, kann ihn auf der offiziellen Seite des EKT (www.kirchentag.de) suchen… "lebendig und kräftig uns schärfer" :-)

Hoffentlich wirkt sich das lernen hier dann wenigstens positiv auf diverse Prüfungsergebnisse aus.