Heute Nacht (naja, so gegen 22:30 Uhr) musste ich nochmal raus in den Sturm. Ich bekam einen Anruf, der mich aus dem Schlummer weckte und mich bat, dass ich kommen und die Kirche zuschließen sollte. Irgendwie war da mit der Schlüsselübergabe was schief gegangen und meine Nummer stand auf der Adressenliste der Konfirmandengruppe, die in der Küsterei lag. Es war recht stürmisch draußen, als ich mich also mittels Fahrrad zur Kirche bewegt. Da quitschte es doch tatsächlich auf der Straße, als ich da in Kreuzberg um die Ecke gebogen war. Ein kurzer Blick nach unten – ich war wohl einer Ratte über den Schwanz gefahren, die gerade gegen den Bordstein gerannt war. Sie kringelte sich ein bissche, aber bis ich das alles realisiert hatte, war ich schon längst weiter gefahren. Was hätte ich auch tun können? Ich hatte ja kein Pflaster dabei und auch keine Beteubungsspritze.
Nachdem dann alle Lichtschalter gefunden waren konnte ich in der Kirche auch die zwei braven Bassisten entlassen, die so pflichtbewusst auf jemanden zum abschließen gewartet hatten.
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