Donnerstag, 1. März 2007

dichter Nebel, Schüsse und Gospel

Gestern Abend war ich in der Passionskirche bei "Martin Luther King - The King on Love". Dichter Nebel empfing mich und meine Mitbewohnerin dort. Nachdem wir einen netten Platz auf der Empore gefunden hatten, ging es auch bald los, mit einer sehr modernen Lichtshow wurde der Zuschauerraum in die Vorstellung einbezogen. Ja, die Schüsse fielen ziemlich am Anfang. Aber die Story war damit ansprechend aufgerollt. Mit sparsamen Kulissen und mitreißend interpretierten Gospels wurde sein Leben in Szenen dargestellt. Ich habe es genossen, dieses nachdenkliche und am Ende so motivierende Stück, gegen jede Art der Ausgrenzung und für die Überwindung der Grenzen durch die Liebe selbst, sehen, mitklatschen und auch mitsingen zu dürfen. Im Grunde ein ganz und gar missionarisches Stück und gleichzeitig ausgezeichnet annehmbar, so wie die Berliner Zeitung titelte: "Religionsunterricht, auch für Nichtgläubige". Denn auch Martin Luther King predigte selbst die Botschaft des King of Love. Ich war erstaunt, wie unkompliziert und logisch diese Schlussfolgerung im Stück selbst geschah.

"Wenn du nichts im Leben gefunden hast, dass du so sehr liebst, dass du dafür sterben würdest, hast du nicht gelebt, dann bist du schon tod." - Nein, billig ist das Leben nicht.

Ich wünsche mir, dass ich selbst immer wieder genau dafür - für die Menschen und für die Liebe - eintreten kann.
"I have a dream. I'm a dreamer."

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