Donnerstag, 1. März 2007

"Augen auf Auris"

Heute war ich in der Stadt unterwegs und ich kam mir, wie schon in den letzten Tagen draußen recht seltsam vor. Ich fühlte mich beobachtet, nirgendwo war ich ganz sicher, denn von allen großen Wänden dieser Stadt schaute mich ein Auto an. Und nicht nur das, auch alle Gestalten ringsum zwingen mich förmlich mit ihrer Blickrichtung dazu, dieses Auto anzuschauen. Nicht nur sportliche Typen auf dem Fahrrad drehen sich danach um. Auch ältere Damen und Herren sitzen in Regisseursesseln davor, ein Fotograph lichtet es ab, Strapenarbeiter schauen mitten in der Wüste aus Gullideckeln. Und nicht nur Frauen, auch Hunde lassen sich fast von diesem schwarzen Fahrgestell überrollen. Zuguterletzt entdeckte ich auch zwei Kinder, die dieses Auto neugierig macht. Ist das nicht verrückt? Dabei gibt es das Modell erst ab übermorgen (ich bin gespannt, ob sich unsere Straßen dann in Wüsten mit dermaßen gleichmäßigem Sand verwandeln) und ich werde es mir trotzdem nicht kaufen.


Zumindest hat die Welt drei "A"s mehr im kollektiven Gedächtnis verankert: "Augen auf Auris". Es fehlt nur noch, dass demnächst kein Auto mehr Auto sondern dann "Auris" heißt.

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